leichtsinnige Gedanken

von stuekkwerk

Oftmals, wenn wir nichts mit uns anzufangen wussten,stahlen wir uns aus der elterlichen Obhut und suchten das Haus am anderen Ende des Waldes auf, dieses über den Winter vergessene. Der Weg war nicht einer dieser langen, man schritt schweigend etwas Verbotenem zu. Als Zigarettenrauch schien uns der sichtbar gewordene Atem. Atemzüge brachten uns vorwärts. Daß der Schlüssel in der Wölbung der merkwürdigen Weide verborgen lag, deren Wurzeln an der einen Stelle eine Kammer bildeten, das wussten wir. Erst Abends brachen wir nach dorthin auf, in der Dämmerung ist vieles anders und auch im Wald. Diesmal war es, als nutzte noch jemand unser Winterversteck: ein Buttermesser lag, als Indiz, am verkehrten Ort. Leise öffnete sich die Tür, jedoch es kam niemand herein. Aber das wussten wir schon zu deuten. Und so rannten wir, Kinder mit furchtverzerrten Gesichtern, davon.

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