leichtsinnige Gedanken

von stuekkwerk

Sonntage sinds, wo man meint, man muss einen Roman schreiben, sofort anfangen, als hätte jemand den Auftrag erteilt, der kein Widerwort erduldet. Der hundert Seiten verlangt, im Voraus, man solle zusehen, dass man fertig würde. Was für eine Unsinnigkeit! nie wüsste man anzufangen .. und wenn? mit zwanzig ist das doch so sehr eine Unmöglichkeit, wie sonst nicht. Als würde der Anfang, weil man selbst noch in Veränderung begriffen, nicht ein ganz anderer sein, wie schon das dritte Kapitel und ab dem vierten würde man sich schon wieder für das zweite schämen müssen und so fort..

Vernünftig wäre: eine Woche durchschreiben und das Geschriebene, schon bei der Vollendung des Blattes durch die Schreibmaschine gleich zu vernichten. Besser: eine Woche durchzuschreiben und die nächsten drei darauf verwenden, allen Unsinn herauszustreichen, bis ein Satz bleibt (oder keiner) und den verwenden als den ersten des Romans.

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